2009

Die Preisträgerinnen des Domus-Dorpatensis-Bürgerpreises sind Irina Golikova und Tiina Heidemann.

Irina Golikova ist die Leiterin der Estnischen Geschichtslehrer-Gesellschaft (Abteilung Ida-Virumaa) und die Leiterin des Kinderschutzbunds von Sillamäe. Im Bereich des Kinderschutzes hat Irina bewundernswerte Arbeit geleistet. Auf ihre Initiative hin wurde die Kinderschutzbewegung im Landkreis Ida-Virumaa neugegründet;  sie setzte sich sehr für die Rechte von Kindern ein.  Mit ihrer großen Begeisterung bringt sie auch andere Menschen dazu, sich freiwillig in der Kinderschutzarbeit zu engagieren.




Auf die Initiative von Tiina Heidemann hin wurde im Jahr 2005 in der Gemeinde Kadjaste, wo vorher kaum gemeinsame Veranstaltungen gab, der Verein Kadjaste gegründet. Dank des neuen Vereins wurden die Menschen in der Gegend aktiver: als eine der ersten gemeinsamen Tätigkeiten war eine Aufräum- und Putzaktion. In vier Jahren hat sich das Dorf weit entwickelt - es wurde ein Dorfplatz angelegt und eine Dorfschaukel errichtet, und ein Freizeitzentrum gebaut. Auch in schwierigen Zeiten ist Tiina immer gutgelaunt und optimistisch. Damit ist sie allen Freiwilligen ein Vorbild.


Auch dieses Jahr ermöglichte der Estnisch-Holländische Wohltätigkeitsfond "Päikeselill" (Sonnenblume) die Vergabe eines weiteren Stipendiums, ebenfalls in Höhe von 15 000 estnischen Kronen. Wir bedanken uns bei dem Fond "Päikeselill" für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit.


Die Stipendienkommission wählte die Preisträgerinnen aus 20 eingegangenen Bewerbungen aus. Die Mitglieder der Stipendienkommission waren dieses Jahr: der Tartuer Bürgermeister Jüri Sasi, der Leiter des Zentrums zur Erforschung von Wissenschaftsgeschichte an der estnischen Universität für Umweltwissenschaft Erki Tammiksaar, die Koordinatorin des Ost-Ost grenzüberschreitenden Kooperationsprogramms der Offenen Estland-Stiftung Kelly Grossthal, das Ratsmitglied des Fonds Päikeselill und Professorin für soziale Kommunikation Marju Lauristin und die letztjährige Preisträgerin Aino Kiiver.


Die Preise wurden am 26. November in Tallinn bei der Konferenz des Verbands der estnischen Stiftungen und gemeinnützigen Vereine, die dem Thema Zivilgesellschaft gewidmet war, überreicht. Die Stiftung dankt den Veranstaltern für die angenehme Zusammenarbeit.