Veranstaltungskalender

In unserem Haus führen wir Veranstaltungen durch, die das kulturelle Leben, die Wissenschaft und die Gesellschaft bereichern. Unsere Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen.

Recht vs Gerechtigkeit

Im Rahmen dieses Projekts hat man anhand von unterschiedlichen Fallstudien versucht, die Möglichkeiten und das Ausmaß des Vertrauens und der Zusammenarbeit zwischen dem Staat und den Bürgern klarzustellen. Sind die Normverletzungen (sowohl von Seiten des Staates als auch der Bürger) miteinander verbunden und welche sind ihre Ursachen? Welche sind ihre Einflüsse auf die Gesellschaft und wie könnte man die Bürger dazu bringen, dass sie darüber nachdenken? Wie sollten die Politiker beeinflusst werden, dass sie die wirklichen Interessen der Bürger vertreten? Man versuchte mit Hilfe dieses Projekts den Wissensstand der Bürger über die Hintergründe der politischen Entscheidungen zu verbessern und dadurch den Staat und die Bürger einander näherzubringen. Die entstandene Diskussion trug zu engeren Kontakten zwischen dem öffentlichen und dritten Sektor bei und förderte dadurch auch die Entwicklung der Zivilgesellschaft.

Bei diesem Projekt handelte es sich um eine Fortsetzung des Projekts “Stil und Inhalt der Politik“.

Zum Abschluss der Vorlesungsreihen „Stil und Inhalt der Politik“ und „Recht vs. Gerechtigkeit“ wurde ein Runder Tisch zum Thema „Gerechte Politik – Mythos oder Wirklichkeit?“ veranstaltet. In den Vorträgen und Diskussionen wurden Antworten auf die Fragen gesucht, welche Folgen die politische Kultur in der Republik Estland hat und wie Gerechtigkeit und Recht in der estnischen Politlandschaft zu einander stehen. Obwohl jeder Redner die aufgeworfenen Fragen von seinem eigenen Standpunkt aus betrachtete, waren doch alle der Meinung, dass die „gerechte“ Politik in Estland noch viel Entwicklungsraum hat. Als negative Aspekte der estnischen Politlandschaft wurden Flucht der Politiker vor Verantwortung und das Fehlen von Verantwortung genannt, außerdem ständige Demagogisierung und persönlicher Nutzen. Auch war man der Meinung, dass vor allem eine starke Zivilgesellschaft eine gute Voraussetzung für eine moralischere und ethischere Politik sei.

Das Projekt wurde von der Offenen Estland-Stiftung gefördert.